Tesla-Fahrer bei Versicherungen besonders beliebt

24. September 2015 in Mobiliar, News

Teslafahrer sind als Versicherungskunden sehr beliebt. Mit dieser Aussage wurde Stephan Schwarz, Präsident des Swiss Tesla Owners Club, jüngst in der Zeitung 20 Minuten zitiert. Das bedeutet unter anderem: Mit einem Tesla Elektroauto der Premiumklasse profitieren Fahrer bei einigen Versicherungen von Sonderkonditionen. Solche Sonderkonditionen gelten jedoch meistens für alle Elektroautos und teils auch für andere Fahrzeuge, die besonders umweltfreundlich sind. Dass Tesla-Fahrer von Versicherern umworben werden, ist aber nicht alleine der Tatsache zu verdanken, dass ihre Elektroautos vergleichsweise umweltfreundlich sind. Es gibt noch andere gute Gründe.

Elektroautos sind in der Nische auf dem Vormarsch

Elektroautos sind bisher in der Schweiz nur ein Nischenmarkt. „2014 machten die Elektromotoren lediglich 0,1 Prozent und die Hybridmotoren 0,9 Prozent aller Personenwagen aus“, hiess es in einer Pressemitteilung des Bundesamts für Statistik aus dem Februar 2015. Beeindruckend sind allerdings die Zuwachszahlen. So hat sich der Bestand von Hybridwagen (Antriebe: Brennstoff UND Elektro) um 18,2% und der von reinen Elektroautos gar um 65,4% erhöht.

Mit günstigen Angeboten für Elektroautos richten sich Versicherer also nicht an einen Massenmarkt, aber sie leisten mit ihnen einen Beitrag zur Förderung umweltfreundlicher Fortbewegungs-Technologien. So bietet beispielsweise der Versicherer AXA Winterthur bei seiner Autoversicherung nicht nur Prämienrabatte für Autos mit wenig Kohlendioxid-Ausstoss. Er hat auch eine spezielle Autoversicherung für Elektroautos im Angebot, die als Versicherungspaket eine Haftpflicht-, Kasko- und Unfallversicherung umfasst.

Gepflegte Autos und keine Raserei

Dass speziell Tesla-Fahrer besonders interessant für Versicherer sind, liegt am typischen Tesla-Fahrer, zitiert 20 Minuten einen nicht näher benannten Kenner der Versicherungsbranche. Tesla-Fahrer seien im mittleren Alter, keine Raser und stolz auf ihr Fahrzeug, sodass sie es sehr sorgfältig behandeln. All das sind Eigenschaften, die auch den Versicherern gefallen, weil sie das Risiko eines Leistungsfalls reduzieren.

Und auch, wenn der Tesla-Markt eher klein ist, ist eher für Versicherer nicht uninteressant: In der Oberklasse übertraf das kalifornische Unternehmen Tesla Motors mit seinem Model S bei den Schweizer Neuzulassungen nämlich zuletzt die Konkurrenz deutlich. Laut Bericht des deutschen Manager Magazins  auf Basis von Zahlen des Importeurs-Verbands „Auto Schweiz“ gab es in der Schweiz im ersten Halbjahr 2015 insgesamt 638 Neuzulassungen des Tesla S, aber nur 415 Neuzulassungen von Autos der Mercedes-S-Klasse und nochmals deutlich weniger Neuzulassungen bei Oberklasse-Wagen wie dem Audi A7 und A8 sowie dem 6er und 7er BMW.

Mobiliar unterstützt Tesla-Vermietung

Auch der Versicherer Mobiliar hatte die Marke Tesla zuletzt im Fokus, wenn auch nur indirekt. Er unterstützte die Tesla-Vermietung in der Gemeinde Eischoll im Bezirk „Westlich Raron“ des Kantons Wallis. Das 460-Einwohner-Dorf hat ein ungewöhnliches Projekt gestartet und produziert mittlerweile seinen gesamten Energiebedarf aus Wasserkraft sowie mit einer Holzschnitzel-Anlage. Damit ist es ein Schweizer Vorbild in Sachen erneuerbarer Energie.

Energieüberschüsse werden in der Gemeinde mittlerweile unter anderem genutzt, um einen Tesla-Wagen mit Strom zu versorgen. Der Wagen wurde von der Gemeinde erworben und steht den Einwohnern jetzt als Mietauto zur Verfügung. Die Mobiliar hat das Projekt mit 30.000 Franken gefördert. Beim Thema „nachhaltige Mobilität“ engagiert sich der Versicherer aber auch anderweitig, beispielsweise mit der Beteiligung an Sharoo, einer von der Migros-Tochter m-way entwickelten Plattform zum Teilen und Nutzen privater und geschäftlicher Fahrzeuge.

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