sharoo: Neue Plattform für privates Carsharing

01. April 2014 in Allgemein, Mobiliar, News

Ein Auto zu besitzen ist mit einem bestimmten finanziellen Aufwand verbunden. Gerade wenn das Auto nur gelegentlich benützt wird, lohnt sich der Besitz eines eigenen Fahrzeuges oftmals nicht. Deshalb erfreuen sich Carsharing-Angebote wie beispielsweise Mobility grosser Beliebtheit in der Schweiz. An zahlreichen Standorten können die Mobility-Fahrzeuge bei Bedarf gemietet werden. Jedoch haben nicht alle einen Carsharing-Standort in der Nähe. Oder Autobesitzer benutzen ihr Auto nicht regelmässig und möchten es mit anderen teilen. Dafür gibt es so genannte Peer-to-Peer Autosharing Plattformen. Eine davon ist sharoo.

Private Motorfahrzeuge stehen mehrheitlich ungenutzt auf dem Parkplatz

Autosharing hat sich etabliert in der Schweiz. Gemäss einem Artikel der SonntagsZeitung ist jeder 60. Schweizer Kunde von Mobility. Nun zeichnet sich ein neuer Trend ab: So genannte Peer-2-Peer Angebote. Das System funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Private Anbieter oder Unternehmen stellen ihre Fahrzeuge anderen gegen Miete zur Verfügung. Der Vorteil dabei: Das Auto muss nicht an einem fixen Standort übernommen werden. Ein Konzept mit Zukunft, zumal in Zeiten der Share Economy Teilen als das neue Besitzen gilt. Zudem Motorfahrzeuge stehen im Schnitt täglich 23 von 24 Stunden ungenutzt auf einem Parkplatz, wie der Migros-Genossenschafts-Bund in einer Pressemitteilung schreibt.

sharoo: Die neue Carsharing-Plattform

Fahrzeuganbieter und solche, welche ein Auto mieten möchten, treten dabei über bestimmte Plattformen in Kontakt – beispielsweise sharoo. Gemäss der Pressemitteilung ermöglicht es die Plattform für privates Carsharing Privatpersonen ihre Autos spontan, sicher und ohne Schlüsselübergabe zu vermieten. Dazu hat sharoo das sharoo Access Kit entwickelt, mittels welchem das Auto über das Smartphone gesucht, gebucht, geöffnet und wieder geschlossen werden kann. Das innovative Circle Prinzip erlaubt es dem Vermieter zu bestimmen, mit wem er wann und zu welchem Preis sein Auto teilen will.

Das sharoo-Netzwerk scheint vielversprechend zu sein, da die Aufstellung der Aktionäre ideal ist. Jeder bringt seine Stärke ins Netzwerk mit ein: Die Migros ihre grosse Reichweite, die m-way ag ein neues und innovatives Mobilitätskonzept, die Mobiliar massgeschneiderte Versicherungslösungen und Mobility ihre langjährige, erfolgreiche Erfahrung im Teilen von Fahrzeugen. Ausserdem birgt der Carsharing-Markt in der Schweiz noch viel Potenzial. „Peer-to-Peer-Carsharing ist ein interessantes Mobilitätsangebot und wir freuen uns, diese neue, ergänzende Form des Fahrzeug-Teilens im Verbund mit zwei starken anderen Schweizer Genossenschaften einzuführen. Das wird die Carsharing-Idee in der Schweiz noch stärker verankern“ erklärt Mobility Geschäftsführerin Viviana Buchmann.

Carsharing: Welche Versicherung für das eigene Auto?

Normalerweise greift bei Unfällen mit einem fremden Auto die Privathaftpflichtversicherung. „Versicherungsschutz besteht jedoch nur, wenn das Fahrzeug unentgeltlich und bloss gelegentlich, d.h. an höchstens 24 Tagen pro Kalenderjahr benützt wird“ (Quelle: Fremdlenker-Versicherung der Mobiliar). Aus diesem Grund sollte das zu vermietende Fahrzeug möglichst umfassend versichert sein, um Streitigkeiten zu vermeiden. Im Rahmen der obligatorischen Haftpflichtversicherung für Autos sollte der Versicherung mitgeteilt werden, dass sich mehrere Lenker das Fahrzeug teilen. Die Prämienhöhe wird dann von der Gesellschaft aufgrund des Lenkerkreises festgelegt, wie der Beobachter schreibt. Weiter stellt sich die Frage, ob man sich für eine Voll- oder Teilkaskoversicherung entscheiden soll. Vollkasko sollte bei Neuwagen bis drei Jahren oder einem Verkehrswert von 15’000 Franken abgeschlossen werden. Der Totalverlust des Autos oder eine Reparatur können in diesem Fall teuer zu stehen kommen.  Bei Occasionswagen mit tieferem Verkehrswert reicht an sich eine Teilkaskoversicherung, betont der Beobachter weiter. Um sich die Mühe bei der Suche nach einem individuell passenden Versicherungsangebot zu ersparen, bietet sich ein Versicherungsvergleich an.

Sind die Versicherungsfragen geklärt, steht der Vermietung des eigenen Autos nichts mehr im Wege. Die Plattform sharoo.com wird bereits seit einiger Zeit in Pilotprojekten getestet. In wenigen Wochen wird die Plattform offiziell lanciert. Pioniere können ihr Auto aber bereits jetzt auf der Plattform einstellen.

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